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Die letzten Wochen

Autor: SarahG | Datum: 31 Dezember 2016, 13:28 | 1 Kommentare

Das Jahr neigt sich dem Ende und ich sitze auf der Terrasse in der Sonne. Fluffy, unsere Katze, spielt mit meinen Flip Flops und ich esse eine Papaya. So lässt es sich aushalten

In den letzten zwei Monaten ist einiges passiert und ich dachte, dass ich euch mal wieder auf den neusten Stand bringe.

Ende November hatte ich Geburtstag. Es war ein rundum schöner Tag. Die Kids im Kindergarten haben mehr oder weniger freiwillig Happy Birthday für mich gesungen. Ich hatte ihnen als Bestechung Bonbons mitgebracht. Nach der Arbeit hat Jost mich dann mit Kuchen und einem Geburtstagstisch überrascht. Dank meiner Oma, hatte er eine Girlande, Luftballons und Kerzen für den Kuchen. Es war also eigentlich wie Zuhause.

Abends haben wir zur Feier des Tages Pizza gebacken. Auf dem Gelände des Centre lebt ein Belgier, der einen selbstgebauten Pizza Ofen hat. Nach drei Monaten ohne Käse, haben wir die Pizza ziemlich gefeiert, auch wenn man am Belag gemerkt hat, dass wir in Kamerun sind. Da lagen dann plötzlich grüne Bohnen, Kartoffeln und Avocados auf der Pizza, halt alles das was der Kühlschrank hergegeben hat. Und ich muss sagen, dass es sehr gut geschmeckt hat. Vielleicht gibt es, wenn ich wieder in Deutschland bin, häufiger Bohnen auf der Pizza :p

Anfang Dezember war ich zusammen mit Jost, Ragna und Jean Blacide in Foumban, was eine Stadt nördlich von Mbouo ist. Dort fand „Nguon“ statt, das ist ein Fest, was alle zwei Jahre stattfindet und wo der „König“ für zwei Stunden aus dem Amt enthoben wird und bestimmte Angestellte ihm sagen dürfen, was er gut bzw. was er schlecht gemacht hat in den letzten beiden Jahren.

Mir hat das Fest sehr gut gefallen, allerdings ist mir dort auch extrem vor Augen geführt worden, was es heißt Weiß zu sein. Für uns „Weiße“ war es überhaupt kein Problem auf das Festgelände zu kommen, kein anstehen, kein warten, nichts. Wir wurden einfach an den Schlangen vorbei geführt. Ich kam mir ziemlich schlecht vor, zumal sich die Einheimischen beschwert haben und gesagt haben, dass das Diskriminierung sei. Sie hatten vollkommen recht und am schlimmsten war es dann, als wir auf das Gelände durften und Jean Blacide nicht. Er musste sich die Reden, wie viele andere auch, per Live Übertragung anschauen.

Von den Reden hab ich nicht so viel mitbekommen, zum einen wurde sehr schnell gesprochen und zum anderen wurde ab und an die Sprache der Bamun gesprochen. Die Bamun sind das Volk, was in Foumban lebt.

Ein Satz ist mir aber in Erinnerung geblieben. Da in Foumban Christen und Muslime leben, hat der König gesagt, dass man keine Mauern, sondern Brücken bauen soll, zwischen den Religion. Ich finde, dass an der Aussage ziemlich viel Wahres dran ist.

Etwas abseits der Stadt gab es zusätzlich noch einen Jahrmarkt, wo man alles Mögliche kaufen konnte und auch Glücksspiele spielen konnte.

Alles in allem war der Ausflug ziemlich cool und Foumban ist wirklich einen Besuch wert. Ich denke, dass ich nicht das letzte Mal dort gewesen bin.

Am 15.12 hieß es dann für mich Weihnachtsfeier im Kindergarten. Die Kids hatten schon die ganzen letzten Wochen damit verbracht, Gedichte, Lieder und kleine Theaterstücke auswendig zu lernen. Auch ich habe etwas zu dem Fest beigetragen, ich durfte/ musste 83 Hüte basteln und Karten schreiben. Die Hüte haben die Kids dann während der Feier getragen, wobei die Kinder großen Spaß daran hatten, sich die Hüte immer wieder vom Kopf zu reißen. Ich muss ehrlich zu geben, dass ich irgendwann aufgegeben habe und dann einige Kinder ohne Hüte rumgelaufen sind. Sie sahen auch ohne Hüte süß aus.

Am Ende hat jedes Kind ein Geschenk bekommen und wurde in die Ferien entlassen, genau wie ich. Ich hab jetzt bis zum 8. Januar frei.

Als nächstes kam Weihnachten, wobei nein erst kam noch mein Adventskalender. Bisher sind die Pakete meiner Familie immer alle angekommen, nur das eine mit meinem Adventskalender ließ auf sich warten. Ich dachte schon, dass es, so wie viele Briefe auch, auf dem Weg verloren gegangen ist. Es ist nicht verloren gegangen zu mindestens nicht auf dem Weg, sondern nur in der Post. Am 21. 12 hat es dann einen Weg aus dem Labyrinth der Post gefunden und ich hatte dann doch noch was von meinem Adventskalender J

Jetzt aber zu Weihnachten, ich habe drei Mal Weihnachten gefeiert. Am 23. haben wir Abends in unserer WG gefeiert, weil es sonst nicht mit unseren Reiseplänen gepasst hätte. Verschenkt wurde, was wir uns selber nicht kaufen würden, weil wir uns den Luxus nicht gönnen wollen. Sprich ich habe Schokolade, Cornflakes und Kakaopulver bekommen.

Am 24. habe ich dann meine Pakete aus Deutschland geöffnet und mit Jost eine kleine Weihnachtsfeier gemacht. Wir haben Weihnachtslieder gesungen, die Weihnachtsgeschichte gelesen und einen Film geschaut. Alles in allem ein sehr weihnachtlicher Abend.

Am 25. wird hier in Kamerun offiziell Weihnachten gefeiert. Im Grunde ist es so, dass man einfach von einem Freund zu nächsten geht und immer überall was zu essen bekommt. Jost und ich haben unsere Weihnachtstour bei Diane (Josts Mentorin) gestartet und dann ging es weiter zu meinem Mentor, von dort ging es zu Giulia (ehm. Süd – Nord Freiwillige). Giulia hat zur Feier des Tages Lasagne gemacht und eine Zimt Creme.

Ich kann nicht genau sagen, ob die Kinder Weihnachtsgeschenke bekommen, aber sie bekommen auf jeden Fall Kekse, Schokolade und Bonbons.

Bei Giulia haben wir auch geschlafen, weil es für Jost und mich am 26. nach  Douala bzw. dann weiter nach Marienberg ging.

Von Douala habe ich nicht wirklich was gesehen, weil wir dort nur eine Zwischenübernachtung gemacht haben. Das eigentliche Ziel war Marienberg in der Nähe von Edea.

Dort waren wir in einem Camp, in dem Schimpansen leben. Ich kann nicht in Worte fassen, was ich dort erlebt habe, deshalb hoffe ich, dass ich die Fotos hochladen kann. Schaut euch die Fotos an und wenn ihr mehr erfahren wollt, dann meldet euch bei mir. Ich kann nur so viel sagen, dass die drei Tage dort, mit eins  der besten Erlebnisse hier bis jetzt waren.

Pünktlich zu Silvester sind Jost und ich wieder in Mbouo. Eigentlich wollte ich mit meiner Chefin feier, aber die feiert jetzt doch in ihrem Dorf und ich hab ausnahmsweise mal die Anweisung von meinem Mentor bekommen, über Silvester nicht zu reisen. Also wird es wahrscheinlich ein ruhiges Silvester mit Filmen. Mal sehen was sich noch so ergibt.

Ich wünsche euch auf jeden Fall einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Mein Vorsatz fürs neue Jahr: Häufiger mal was schreiben bzw. Bilder hochladen

Ganz liebe Grüße

Sarah

 

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