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Die kamerunische Küche und das was wir daraus machen

Autor: SarahG | Datum: 02 Oktober 2016, 17:43 | 0 Kommentare

Hallo ihr Lieben,

erst einmal wollte ich mich bei euch bedanken für die vielen Gebete und Mails, die ich während meines ersten Monats erhalten habe. Ich bin jetzt schon fünf Wochen hier in Mbouo und hatte dadurch die Möglichkeit schon einiges kamerunisches Essen zu probieren und selber zu kochen. Neben diesen Erfahrungen habe ich aber auch typisch deutsche Gerichte gekocht.

 

Am Anfang gab es oft Reis mit Gemüse aus der Pfanne oder ganz klassisch Nudeln mit Tomatensauße. Mit der Zeit bin ich dann mutiger geworden und habe mich Schritt für Schritt an die kamerunischen Gerichte heran getraut, natürlich nicht alleine. Jost, Ragna und ich haben zum Beispiel zusammen mit einer Deutschen, die seit 13 Jahren hier in Bafoussam lebt, zusammen gekocht. Es gab Makabo, das ist eine Pflanze, die man ziemlich lange kochen muss, sonst bekommt man einen richtig kratzigen Mund.  Die Knolle sieht aus wie eine Kartoffel, vielleicht ein wenig größer. Wir haben daraus einen Brei gemacht, der in Makabo Blätter eingewickelt wurde und dann mit rotem Öl (Öl, indem irgendwelche Gewürze sind) gekocht wurde, über zwei Stunden auf einer Feuerstelle. Wir haben zwei Töpfe gemacht, einer war vegetarisch und in dem anderen war Fleisch drin. Ich hab dieses Mal nur das vegetarische Essen probiert. Es hat super gut geschmeckt und hat auch extrem viel Spaß gemacht mit ihr zu kochen.

Man muss dazu sagen, dass wir vorher schon einmal Makabo hatten, Jost hatte eine Knolle geschenkt bekommen und hat sie dann nichts ahnend frittiert. Leider haben wir sie nicht lange genug frittiert und haben alle gleichzeitig einen kratzigen Mund bekommen. Seit dem scherzen wir immerrum, dass Jost uns vergiften will. Mittlerweile wissen wir ja, wie wir die Knolle zubereiten können.

 

Ansonsten essen wir relativ oft Gari, ein grober Brei aus Maniok, der leicht säuerlich schmeckt. Ich esse ihn gerne mit Zucker, man kann ihn aber auch mit Majonäse und Knoblauch essen.

Maniok ist das richtige Stichwort, auf dem Markt haben wir Maniokmehl gekauft und das haben wir in heißes Wasser gerührt und dazu gab es Sauce Blanch(e), das ist eine Erdnusssauce. Wir haben in die Sauce zusätzlich noch Sellerie und Tomaten geschnitten. Es mag vielleicht komisch klingen, aber ich mag die verschieden Breie hier und noch viel cooler finde ich es, mit den Fingern zu essen.  Es war gewöhnungsbedürftig, aber jetzt mach ich das gerne :)

 

Eine Sache werdet ihr mir vielleicht nicht glauben, aber ich habe sie gemacht. Ich habe frittierte Termiten gegessen. Wenn es regnet und man das Licht an hat, kommen die angeflogen. Irgendwann verlieren sie ihre Flügel und liegen auf dem Boden herum oder versuchen sich zu vermehren. Uns wurde gesagt, dass man einen Eimer mit Wasser aufstellen soll und die Termiten darin sammeln soll, dann würden sie ihre Flügel verlieren bzw. man würde sie leichter abbekommen. Gesagt, getan, wir haben sie dann gesalzen und in die Pfanne gehauen. Zu den Termiten gab es Pfannkuchen, damit wir die Termiten beim essen nicht gesehen haben. Ich fand sie okay, aber ich denke, dass ich sie nicht nochmal essen werde.

 

So jetzt zum deutschen Essen. Also wie bereits geschrieben gibt es regelmäßig Pfannkuchen mit Plantains (Kochbananen), Tartina und Gemüse oder was der Kühlschrank halt so gerade her gibt. Ähnlich ist es mit dem Reis, den gibt es Pur oder wir machen Milchreis und essen ihn mit Früchten. Weil Milchprodukte hier sehr teuer sind, machen wir den Milchreis immer mit einer Wasser Kondensmilch Mischung.

Dank meiner Oma, gab es auch schon Semmelknödel mit Tomatensauce. An dieser Stelle nochmal vielen Dank für das Rezept Oma. 

Außerdem haben wir viel mit Kohl gekocht, Kohlrouladen, Kohldurcheinander und so weiter. Ach ja und wir haben Sauerkraut angesetzt, was hoffentlich in sechs Wochen gut ist.

 

Ihr seht also mit dem Essen habe ich mich schon gut arrangiert. Es ist auch nicht mehr so schlimm für mich, wenn ich Fleisch oder Fisch esse. Ich versuche es zwar zu vermeiden, aber wenn es nicht geht oder die Neugierde siegt, dann esse ich es eben.

 

Ich wollte euch noch was erzählen. Wir haben Kuchen gebacken ohne Backofen. Wir haben einfach einen großen Topf mit Sand gefüllt und dann einen kleineren darin erhitzt. Der Schokokuchen war echt lecker und als nächstes wollen wir Fantakuchen backen. Wir könnten sogar echte Fanta verwenden, aber die ist so teuer, also haben wir einfach irgendeine Orangenlimonade gekauft.

 

Bei den Fotos gibt es ein Album zum Thema Essen, vielleicht interessiert es euch ja :)

 

So ich hab vom schreiben über das ganze Essen Hunger bekommen und werde mir jetzt was kochen.

 

Liebe Grüße

 

Sarah

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